Schon wieder n Date. Es scheint sich fast zu überschlagen, ich genieße die neue Dimension.
Ich hab LSE-HB letzte Woche in Köln auf einer Salsaparty gegamed, wo auch meine LTR anwesend war. Da ich schon oft Ärger hatte, wenn sie so was mitbekam, mach ich nur noch direct und sofort Date zu ner anderen Location/ anderer Tag. Wir hatten EyeContact und ich mochte sie gleich. Ich ging auf sie zu, nahm sie gleich um die Hüften und flüsterte ihr meinen direct-Spruch ins Ohr. Der Rest war easy! KC nach drei Tänzen, bzw. 10 Minuten. Obwohl ich die ersten beiden KC-Fenster hab verstreichen lassen.
Day2: Date um zwei Stunden vorverlegt, weil ich sie wirklich nett fand und sie näher kennen lernen wollte, anstatt bloß auf der Tanzfläche rumzumachen. Wir ins Cafe, erzählte sie mir von ihrem Inner“Hotel Existenz“ im Kopf (ups, Borderliner?). Anfangs nahm ich das nicht so ernst, da wir ja alle mit Affirmationen arbeiten.
Sie war sehr, sehr schüchtern. Ihre Zärtlichkeiten sehr kindlich, jedoch ihre Anhänglichkeit enorm. Obwohl wir uns kaum sahen, lag sie in meinem Arm. Wenn ich ihr einen Kuss gab, schielte sie jedoch mit den Augen nach links weg. Das gab mir zu denken. Sie machte keinen Zungenkuss. Dann erzählte sie mir, sie sei altmodisch, was Sex betraf und dass sie jemanden erst kennen lernen wollte, bevor es zu Sex kam. Ich hab das alles mal mit angehört und kommentarlos gelassen. Schließlich hatte sie eine tolle Figur, die ich (zu diesem Zeitpunkt) noch genauer studieren wollte. Dann fragte ich sie, wie sie es denn sehen würde, wenn man sich kennen lernt, dann würde man dem Gegenüber ganz viel Vertrauensvorschuss geben und dann wäre Sex meist sehr schnell da. Da wollte sie dann unbedingt das Thema wechseln. Sie sprach davon, dass es besser sei, wenn alles schön langsam ginge. Man würde den anderen nur verletzen, wenn alles zu schnell ginge und dann plötzlich wieder zu Ende sei. Diesen Satz merkte ich mir gut, konnte ich in doch später gegen ein Mehr mit ihr einsetzen.
Nun gut, wir gingen Hand in Hand und auch Arm in Arm zur Tanzparty, wo wir gleich zusammen tanzten. Sie lächelte mich die ganze Zeit an und ich war auch sehr entspannt mit ihr. Während einer Tanzpause „erlaubte“ sie mir dann, auch mit anderen Frauen zu tanzen. Ich zu ihr: „Sind wir schon so weit, dass du mir etwas erlauben kannst?“ Darauf meinte sie, es wäre selbstverständlich, dass wenn man mit ihr ausginge, man den ganzen Abend an ihrer Seite verbringen würde.
Nun gut, ich blieb bei ihr sitzen und dann tanzten wir wieder. Anschl. fragte ich sie, ob es ihr was ausmachte, wenn ich mit Svenja tanzen würde. Svenja ist viel temperamentvoller gewesen und alles hatte richtig Energie.
Dadurch fiel mir auf, wie sehr ich mit LSE-HB bereits in einer Kuschelbeziehung verstrickt war. Gleichzeitig merkte ich, dass ich bei LSE-HB needy war, hier bei Svenja aber nicht. Mit gingen die Worte von Enigma durch den Kopf, dass man bei einer LSE-Frau die Beine unter die Arme nehmen und rennen sollte, so schnell man konnte. Doch wie wollte ich es ihr sagen, ohne dass ich sie schlechter hinterließ als ich sie vorgefunden hatte?
Auch dache ich an den möglichen Lay, denn ich war immer noch scharf auf ihren Body (ich war eigentlich nur hinter ihren dicken Titten her).
Interessant, ich habe während ich mit ihr sprach hin und her abgewägt, was das Beste zu tun sei und für mich die meisten Vorteile bringen würde. Der Weg war klar, ich wollte keine weitere LSE an meiner Seite (hatte ich doch schon eine LTR, die LSE ist).
Es war wie ein Shittest, den diesmal ich machte. Sie fiel drauf rein.
Ich erinnerte mich nun an diesen einen Satz von ihr von vorhin. Nachdem ich mit Svenja getanzt hatte, ich sozusagen wieder meine eigenen Kräfte gespürt hatte, wollte ich nicht mehr diesen kuscheligen Typen an ihrer Seite abgeben, bzw. nicht mehr in diese Rolle zwängen lassen. Zu sehr war mir klar geworden, dass der Lay hier nicht so einfach zu haben ist und dass ich mich mit dieser Frau sehr verstricken müßte, was mir gar nicht passte. Auch wollte ich wirklich keine engere Beziehung zu ihr eingehen, da sie so sehr LSE ist.
Ich war also distanziert zu ihr und zwar so, dass man es mir nciht übel nehmen konnte. Nach einem kurzen Gespräch brachte ich sie dann zu ihrem Wagen, während sie keinen Versuch machte, meine Distanz zu ihr zu überwinden, mich nach keinem Folgedate und auch nicht nach meiner Nummer fragte, sondern mir nur ein „Mach’s gut“ ins Ohr flüsterte und in ihr Auto stieg. Erst kurz vor der Türe schwenkte sie um und fragte mich nach meinem Sinneswandel. Sie verstand meine Worte, dass ich mit ihr nichts Längeres wollte, nicht und verschwand wütend in der Nacht.
Für mich war das Schwierige, auf meinen eventuellen Lay zu verzichten und wie ein erwachsener und besonnener Mensch zu handeln, ohne die Gewißheit zu haben, dass ich richtig liege. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch habe ich mich gegen sie entschieden, noch bevor sie irgendwas von mir erfuhr, was ihr die Möglichkeit hätte geben können, mit mir Schluss zu machen. Letztlich zeigte sich, dass meinem inneren und schwachen Gefühl zu vertrauen, genau der rechte Weg war. Die Zukunft zeigte sich dann auch in einem andren Licht. LSE-Frauen hatten NACH dieser Begegnung wenig Chancen bei mir. Interessanterweise wandelte sich nach diesem Abend mein Umfeld radikal. Fast alle Freunde aus früherer Zeit verlor ich, alles was mir bisher Vergnügen brachte, war plötzlich langweilig, weil ich keinen Bock mehr auf diese LSE-Touren hatte und ja, meine Hobbies waren davon geprägt. Ich war regelrecht infiziert gewesen.
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